Die Persona – wie ihr eure Zielgruppe anschaulicher macht

Viele Unternehmen kennen folgende Situation: die Geschäftsidee steht, das passende Geschäftsmodell ebenso. Doch eine Frage steht immer noch im Raum. Wen wollen und können wir mit unserem Angebot erreichen? Kurz: wer genau gehört eigentlich zu unserer Zielgruppe? Bei dieser Frage schafft die Erstellung einer oder mehrerer Personas Klarheit.

Die Personas stellen Nutzertypen einer Kundengruppe dar. Sie basieren nicht auf Durchschnittswerten, sondern sind Personen, die Muster in den Nutzertypengruppen darstellen. Dabei können für ein Unternehmen oder ein Produkt mehrere Personas relevant sein, die verschiedene Typen der Nutzergruppen abbilden. Personas haben ebenso Vorlieben und Interessen wie Erwartungen und Bedürfnisse. Sie haben ein Privatleben und einen kulturellen Hintergrund. Soziodemografische Faktoren beeinflussen ihre Werte und Ansichten. Die Persona stellt den typischen Kunden dar, ist aber keinesfalls eine Regel, nach der man sich richten muss. Abweichungen werden und dürfen vorkommen.

Bei dem Konzept der Persona steht der Nutzer im Vordergrund. Die Erstellung der Persona gewährleistet, dass das Angebot des Unternehmens optimal an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet ist. Es werden Defizite und Optimierungspotenziale erkannt. Es ist wichtig zu verstehen, welche Motivation der Persona zu Grunde liegt. Warum kauft sie bestimmte Produkte und warum tut sie es nicht? Baut eine Geschichte rund um die Persona ein. Das hilft euch Punkte besser zu verstehen.

Die Personas dienen als Grundlage, um wichtige Entscheidungen in Bezug auf das Produktangebot zu treffen.

Relevant sind sie immer dann, wenn Kunden ins Spiel kommen. Vor allem wird die Persona genutzt, um die Zielgruppe zu definieren und das Angebot des Unternehmens anzupassen. Allerdings wird das Potenzial des Modells im laufenden Betrieb stark unterschätzt. Oft ist unklar, welche Kundentypen ein Unternehmen überhaupt anspricht. Deshalb ist der Einsatz auch sinnvoll, wenn das Produkt bereits am Markt existiert. Wurde im Vorhinein bereits eine oder mehrere Personas definiert, ist es ratsam die Methode erneut anzuwenden, um den Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand zu vergleichen. Auch bei der Umstrukturierung, einem Relaunch oder bei einer neuen Kampagne lohnt es sich das Konzept zu nutzen.

Grundlage für die Erstellung einer Persona sind Umfragen, Statistiken und Analysen der eigenen Webseite oder des Social Media Auftritts. Wer besucht unsere Webseite am häufigsten? Wer interagiert mit uns in den sozialen Medien und wer sagt, dass er unser Produkt kaufen würde? Diese Fragestellungen bilden die Basis, um herauszufinden, wer die Persona des Unternehmens genau ist. Diese Aussagen basieren immer auf einer Datenlage, niemals auf ausgedachten Faktoren oder Annahmen. Eine Ausnahme gilt allerdings, wenn es keine Daten gibt und sie schwer oder unmöglich zu erheben sind, zum Beispiel bei sehr innovativen Produkten und Dienstleistungen. Dann gibt es die Möglichkeit prototypische Personas einzusetzen. Sie müssen im laufenden Betrieb allerdings stetig weiterentwickelt werden, sodass sie nach einer Zeit auf echten Daten beruhen. Je nach Produkt und Unternehmen lohnt es sich zwischen Haupt- und Randpersonas zu unterscheiden. Dabei wird deutlich, auf wen ihr einen Fokus legen solltet und welche Personen eher passiv angesprochen werden.

 

Probiert mit unserer Schritt-für-Schritt Anleitung das Konzept direkt aus! Nutzt Elisa East, als Beispiel für eine Persona des East Side Fab, als Inspiration.

1. Datenerhebung und -analyse

Analysiert die Aktivitäten auf eurer Webseite und auf euren Social-Media-Kanälen. Beantwortet die W-Fragen:
Wer? Wann? Womit? Warum? Wodurch? Wo? Eventuell könnt ihr eine Umfrage durchführen oder auf bestehende Statistiken zurückgreifen.

 

2. Grobe Ausarbeitung

Fasst eure Erkenntnisse zusammen und erstellt eine Persona. Stattet sie mit den grundlegenden Informationen, wie
Alter, Geschlecht, Nationalität, Wohnort und Beruf aus. Es macht Sinn, die Ergebnisse vorher in Gruppen zu unterteilen, um festzustellen wie viele Personas ihr braucht und ob es einen Fokus gibt.

 

3. Gegenprüfung und Korrigieren

Steht das grobe Gerüst, könnt ihr euren Entwurf prüfen. Fragt dazu Querbeet potenzielle Käufer und versucht sie der oder einer Persona zuzuordnen. Lücken und Optimierungspotenziale werden schnell deutlich.

 

4. Detailausarbeitung

Ergänzt was fehlt. Streicht was überflüssig ist. Überlegt euch eine Geschichte, einen Namen, ein Bild eurer Persona und lasst sie aufleben.

 

5. Finalisierung

Im finalen Schritt wird die Persona visuell dargestellt und allen Mitarbeitenden vorgestellt, die sie bei ihrer täglichen Arbeit brauchen.

 

Elisa East - die Beispielpersona für das East Side Fab.

Persona Vorlage

In unserer Design Thinking to go Box findet ihr eine Vorlage für eure individuelle Persona. Die Box könnt ihr demnächst in unserem Shop bestellen oder ihr schreibt uns einfach eine E-Mail.

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